Spektakulärer Abschied

"Tatort: Unvergänglich (2)": So dramatisch war das Ende des Münchner Kult-Duos

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von teleschau

Mit dem "Tatort: Unvergänglich (2)" beendeten Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) am Ostermontag ihre "Tatort"-Karriere.

Bild: BR/NEUESUPER GmbH/Hendrik Heiden


Mit einem dramatischen Showdown verabschiedeten sich die Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) am Ostermontag vom TV-Publikum.


Am Ende wurde es dann doch noch mal nostalgisch: In der letzten Szene des Krimis "Tatort: Unvergänglich (2)" sah man erneut eine Szene aus einem der ersten Fälle der Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). Schon damals düsten die beiden mit dem knallroten Porsche-Oldtimer durch Münchens Straßen. Den Wagen hatte sich Leitmayr am Ende des 99. Films "Tatort: Unvergänglich (2)" zurückgekauft und anschließend wieder fahrtüchtig gemacht.

Doch natürlich spielte der 100. Fall der beiden Kult-Ermittler nicht nur in einer Autowerkstatt. Der Film knüpfte unter Regie von Sven Bohse an die scheinbar abgeschlossene Erzählung vom Ostersonntag an.

Worum ging es im ersten Teil des Krimis?

Im "Tatort: Unvergänglich (1)" hatten die beiden Kommissare kurz vor ihrem Renteneintritt den Mörder einer jungen Frau gesucht und gefunden: Der wohnungslose Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann) hatte gestanden, Micaela Horvat erschossen zu haben, nachdem diese ihn und seine einstige Pflegeschwester Kara Roth (Lara Feith) in einer Wohnung überrascht hatte.

Die Wohnung, in der sich die Tat ereignete, hatte Horvat über ein Online -Portal gebucht. Eben dieses hatten auch Mike und Kara genutzt, um in gerade leerstehenden Objekten kostenfrei zu übernachten. Die Schlüssel zu den Unterkünften hatten sie in einem ausgeklügelten System nachmachen lassen.

Mike Werner hatte sich am Ende von "Tatort: Unvergänglich (1)" nach seinem Geständnis selbst getötet. Kara kam frei, und Leitmayr bot an, sie auch künftig in Notsituationen zu unterstützen. Er gab ihr dafür seine private Handynummer, auf der Kara gleich zu Beginn des zweiten Films, "Tatort: Unvergänglich (2)", eine Nachricht hinterließ: Sie werde verfolgt, berichtete sie. Und sie versprach, die Wahrheit zu Horvats Tod zu erzählen, wenn Leitmayr ihr helfe.

So ging es mit der Geschichte am Ostermontag weiter

Leitmayr alarmierte daraufhin seinen noch aktiven Kollegen Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer), der den Fall aber nicht neu aufrollen wollte. Stattdessen kam Batic aus Kroatien zurück nach München und unterstützte Leitmayr bei den illegalen Ermittlungen als Rentner. Die beiden Ex-Cops fanden heraus, dass Horvat für ein kriminelles Netzwerk Drogen verkauft hat.

Der Chef des Netzwerks, Constantin Zieringer (Gerhard Wittmann), verfolgte nicht nur Batic und Leitmayr, sondern wurde auch selbst von einem ihrer alten Bekannten überwacht: Carlo Menzinger (Michael Fitz) war 15 Jahre lang der Kollege von Batic und Leitmayr, ehe er am Ende vom "Tatort: Der Traum von der Au" (2007) nach Thailand ausgewandert ist. Nach einem kurzen Gastauftritt im "Tatort: Macht und Ohnmacht" (2013) hatte man nichts mehr von ihm gehört. Inzwischen, so stellte sich im neuen Krimi heraus, hat Carlo beim BKA angefangen.

Das waren die prominenten Gaststars

Michael Fitz war nicht der einzige prominente Gaststar in diesem besonderen "Tatort": Der Satiriker Maximilian Schafroth unterstützte die Ex-Kommissare als Passfälscher Stutzki bei ihren Ermittlungen. Auch der Allgäuer, der zuletzt unter anderem wegen eines missglückten Auftritts als angeblicher US-Gesandter in Grönland für die NDR-Show "extra 3" in der Kritik stand, hat eine "Tatort"-Vergangenheit, wenn auch in einer anderen Rolle: Im Münchner "Tatort: Ein neues Leben" war er 2012 als Polizeianwärter Gabriel Fechner zu sehen.

Als Batic und Leitmayr bei ihren Ermittlungen im Drogenmilieu im "Tatort: Unvergänglich (2)" in Gefahr gerieten, rettete Carlo ihnen nicht nur das Leben, der Ex-Kollege versorgte sie auch mit wichtigen Informationen: Demnach konnten Zieringer und seine Handlanger hochgenommen werden, sollte Carlo eines ihrer Kryptohandys in die Finger bekommen.

Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec bei der Premiere von "Tatort: Unvergänglich (1) in München. Ihr letzter Fall ist nun abgeschlossen.

Bild: Future Image


Dramatischer Showdown

Über Mikes Liste von leerstehenden Gebäuden konnten Batic und Leitmayr Kara finden. Sie hatte sich in einem Wasserwerk versteckt, zu dem Mike vor seinem Tod einen Zweitschlüssel machen ließ. Kara gestand, Micaela Horvat im Gerangel mit Mike in ihrer Wohnung erschossen zu haben. Mike habe die Schuld anschließend auf sich genommen und ihr Horvats Rucksack mit Drogen und einem Handy hinterlassen. Die Drogen habe sie größtenteils verkauft. Das Handy allerdings behielt sie. Deshalb war ihr Zieringer auf den Fersen. Über einen Peilsender an Leitmayrs Auto fand er die drei schließlich. Batic verhalf Kara zur Flucht. Leitmayr nahm es mit Zieringer auf. Der schoss auf den Ex-Kommissar, der blutend zusammenbrach. Was für ein Schock!

Den eigenen Filmtod hatten sowohl Udo Wachtveitl als auch Miroslav Nemec im Vorfeld ihres finalen Doppel-"Tatort" immer wieder ausgeschlossen. Doch in dieser Szene schien es dann doch kurzzeitig so, als würde Batic seinen Kollegen und das Publikum einen liebgewordenen TV-Helden verlieren. Doch noch während Batic schreiend auf Zieringer zulief, fiel ein zweiter Schuss: Kalli ist seinen beiden Ex-Kollegen in letzter Minute zur Hilfe geeilt. Zieringer starb noch am Tatort. Leitmayr überlebte. Und nun?


Werden Batic und Leitmayr eines Tages zurückkehren?

Am Ende des Films sah man Leitmayr und Batic schließlich am Meer in Kroatien sitzen: Sie telefonierten mit Kalli in München. Er berichtete ihnen, dass Karas Fall wohl als Notwehr angesehen werde. Batic präsentierte Leitmayr schließlich eine neue Geschäftsidee: Mit der privaten Detektei "Unvergänglich" wollten die beiden Männer weiterermitteln. Könnte es in Zukunft also womöglich doch noch einen Gastauftritt der beiden ausgeschiedenen Kriminaler im Münchner "Tatort" geben? Als eine Art Rentnercops?

Mit Ferdinand Hofer als Kriminaloberkommissar Kalli Hammermann und seinem neuen Partner Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak (Carlo Ljubek) wird die Reihe nun jedenfalls fortgesetzt. Ein erster Film unter dem Arbeitstitel "Tatort: Zwischenwelten" ist für 2026 angekündigt. Ein zweiter Film ist bereits abgedreht.

Am Samstag, 11. April, laufen die drei alten "Tatort"-Folgen "Das Glockenbachgeheimnis" (1999), "Norbert" (1999) und "Wolf im Schafspelz" (2002) in restaurierter Fassung ab 20:15 Uhr im BR-Livestream bei Joyn. Fans der Kultermittler lassen sich das gewiss nicht entgehen.


Die drei alten "Tatort"-Folgen hier ansehen:



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