"Salzburg-Krimi" aus neuer Feder

"Salzburg-Krimi"-Star Fritz Karl über sein Drehbuch-Debüt: "Ich habe Blut geleckt"

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von teleschau

Wo immer Kommissarin Anna Grünwald (Lisa Schützenberger) in "Der Salzburg-Krimi - Tod am Wolfgangsee" ermittelt: Der Gerichts-Psychologe Thomas Meiberger (Fritz Karl) ist nicht weit.

Bild: ARD Degeto Film / Mona Film / Tivoli Film / Victoria Herbig


Seit 2018 kennt man Fritz Karl als Gerichts-Psychologen in der Serie "Meiberger - Im Kopf des Täters". Nun schrieb der Österreicher erstmals das Drehbuch. In einem Interview verrät er die Hintergründe - und auch gleich seine nächsten Pläne.

Thomas Meiberger ist ein forensischer Gerichts-Psychologe, der im Großraum Salzburg bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützt. Fritz Karl spielt den ebenso charismatischen wie eigenwilligen Ermittler. Im nächsten Fall mit dem Titel "Der Salzburg-Krimi: Tod am Wolfgangsee" hat der in Gmunden geborene Schauspieler nicht nur die Hauptrolle - er ist sogar für das Drehbuch verantwortlich. Der Krimi läuft am 26. Februar im Ersten.

"Ich hatte eine Geschichte im Kopf und wollte mich einfach einmal ausprobieren", erzählt der Darsteller in einem Interview mit dem Mediendienst "teleschau". Dabei habe das Produktions-Team ihn zunächst einmal einfach machen lassen: "Meine Narrenfreiheit bestand darin, dass ich relativ frei arbeiten konnte."

In diesem Film-Highlight spielt Fritz Karl eine prominente Nebenrolle

"Meiberger": Bisher gibt es 20 Folgen und einen Spielfilm

Mit der Rolle des Kriminal-Psychologen kennt sich Karl immerhin aus: In der seit 2018 ausgestrahlten Serie "Meiberger - Im Kopf des Täters" spielte er diesen Part schon 20-mal. Auch eine Episode in Spielfilmlänge wurde bereits gezeigt: "Meiberger - Mörderisches Klassentreffen" im Jahr 2021.

Eine Erfolgs-Garantie war das indes noch lange nicht. "Das Drehbuchschreiben ist ja nicht meine Profession", räumt Fritz Karl im "teleschau"-Interview ein. Deshalb habe er dem Produzenten vorgeschlagen: "Wenn das Buch nicht gut ankommt und ihr sagt: 'Schuster, bleib bei deinen Leisten', ist das für mich auch in Ordnung."

Doch es wurde akzeptiert. Herausgekommen ist eine Story um schockierende Ritualmorde rund um das Idyll des Wolfgangsees. Da das erste Opfer der Sohn eines prominenten Politikers ist und dieser unangenehme Publicity vermeiden will, soll ein Vertrauter der Familie bei den Untersuchungen helfen: Thomas Meiberger. Der Mediziner stürzt sich sogleich in die Arbeit, zum Leidwesen der Salzburger Hauptkommissarin Anna Grünwald (Lisa Schützenberger) und ihres Kollegen Kevin Ganslinger (Franz Josef Danner).

Fritz Karl: "Zwei weitere Drehbücher habe ich schon im Kopf"

Nicht nur das Produktions-Team war mit seiner Arbeit zufrieden. Auch Fritz Karl selbst hat Gefallen an seinem Zweitjob gefunden: "Ich habe Blut geleckt", gesteht er im Interview, "und gleich noch einen weiteren Meiberger-Fall geschrieben. Zwei weitere Drehbücher habe ich schon im Kopf."

Eine dieser Geschichten drehe sich um den aktuellen Zustand unserer Welt, so der Schauspieler. Die Gesellschaft sei hart geworden. "Jemandem eine zweite Chance geben, jemandem verzeihen, Nächstenliebe zeigen - von all dem bewegen wir uns immer weiter weg." Darüber wolle er unbedingt einen Film machen.

Auch eine Komödie hat er im Sinn. Inspiration biete ihm dazu sein buntes Familienleben. Fritz Karl lebt seit 2006 mit seiner Schauspielkollegin Elena Uhlig zusammen. Die beiden haben zwei Söhne und zwei Töchter. Zudem hat der 58-Jährige drei Kinder aus einer früheren Ehe und ist mittlerweile vierfacher Großvater.

"Bei uns wird ständig irgendetwas erfunden oder für Instagram gedreht", verrät der 58-Jährige. Genau das sei für ihn das ideale Arbeitsumfeld. Er brauche diese Lebendigkeit um sich herum. "Eine Woche allein in einer Almhütte? Nein danke, das wäre nichts für mich", so Karl.

"Der Salzburg-Krimi - Tod am Wolfgangsee" läuft am 26. Februar um 20:15 Uhr im Ersten. Zur selben Zeit ist der TV-Film im kostenlosen Livestream auf Joyn abrufbar.


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