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Nach Premiere der 2. Staffel

Schlechte "Totenfrau"-Quote wegen schönem Wetter? ARD äußert sich zu Anna Maria Mühes Aussage

Veröffentlicht:

von C3 Newsroom

Anna Maria Mühe spielt die Hauptrolle in der ARD-Serie "Totenfrau".

Bild: Barry Films/Mona Film/Petro Dome


Der Start der neuen Staffel von "Totenfrau" blieb bei den Einschaltquoten hinter den Erwartungen zurück. Hauptdarstellerin Anna Maria Mühe äußerte sich zu möglichen Gründen. Nun nimmt auch die ARD Stellung.


ARD äußert sich nach Anna Maria Mühes Äußerungen zum "Totenfrau"-Staffelstart

Anfang Mai feierte die zweite Staffel der Krimiserie "Totenfrau" im Ersten ihre Free-TV-Premiere. Die ARD strahlte alle sechs Folgen hintereinander am 2. Mai ab 20:15 Uhr aus. Doch die Quoten blieben eher enttäuschend. Die erste Folge sahen nur 1,74 Millionen Menschen, was einem Marktanteil von 9,5 Prozent entspricht.

Zu den möglichen Gründen äußerte sich Hauptdarstellerin Anna Maria Mühe, die in der Serie die Bestatterin Brünhilde Blum spielt, vor wenigen Tagen im Interview mit dem Portal "t-online". Als eine mögliche Ursache für die schwachen Zahlen sah sie zum einen die Tatsache, dass die zweite Staffel von "Totenfrau" bereits seit dem vergangenen Jahr auf Netflix zu sehen war und "jetzt ein Jahr später sozusagen in der ARD" erst ihren Staffelstart hatte.

Und die 40-Jährige führte noch einen weiteren Faktor an: "Man darf auch nicht unterschätzen, dass wir ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal in ganz Deutschland richtig schönes Wetter hatten und wir den ersten warmen Abend genießen durften. Da ist einfach niemand vorm Fernseher." Die könne sie "total nachvollziehen". Sie betonte: "Jetzt müssen wir auf die Mediathek hoffen."

"Sehr ärgerlich": Anna Maria Mühe kritisierte Programmplanung der Sender

Grundsätzlich äußerte Anna Maria Mühe in diesem Zusammenhang auch Kritik an der Programmplanung der Sender. "Was die Quote angeht, würde ich manchmal wirklich wahnsinnig gerne bei internen Sitzungen der Sender dabei sein. Wie verteilen die, wann was läuft?"

Manchmal finde ich die Programmplanung sehr ärgerlich.

Anna Maria Mühe

Sie frage sich, warum dem Publikum nicht mehr zugetraut werde. Die Schauspielerin unterstrich: "Es ist doch von Anfang an klar, dass eine schlechte Quote dabei herauskommt, wenn man gute Stoffe spät platziert."

Tolle Projekte würden so einfach versendet und kein Mensch spreche darüber. Es gebe eine riesige Auswahl an Formaten, bei der es schwer sei, aufzufallen. "Aber dann liegt es an den Sendern, den kleinen Pralinen mehr Raum zu geben, sie besser oder überhaupt zu bewerben. Warum ist manches plötzlich zu politisch und wird deswegen auf 22:45 Uhr geschoben?", fragte sie.

Die ARD äußerte sich auf Anfrage von "t-online" nun ebenfalls zur Premiere der zweiten Staffel von "Die Totenfrau" im Ersten: Die lineare Ausstrahlung sei am 2. Mai ab 20:15 Uhr "in einem prominenten Programmfenster" erfolgt, so der Sender. Zugleich verwies auch er aber auf die ARD-Mediathek.

ARD verweist auf prominente Platzierung der "Totenfrau" in der Mediathek

Dort sei die Serie "auf den oberen Plätzen" kuratiert worden. Wie präsent ein Format sei, hänge "nicht mehr allein an seinem linearen Sendeplatz, sondern ebenso an seiner digitalen Präsenz", betonte die ARD. Im Mai seien die Folgen der ersten beiden Staffeln von "Die Totenfrau" 5,5 Millionen Mal abgerufen worden.

Zu Mühes Kritik an der Programmplanung erklärte die ARD, bei der Auswahl von Sendeplätzen spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu zählten neben dem Wettbewerbsumfeld unter anderem auch "Erkenntnisse aus der Nutzungsforschung" und "saisonale Aspekte". Das Ziel sei es immer, „für jedes Angebot die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen", so der Sender.


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