TV-Aus als Chance

Von "Dahoam is Dahoam" zur Gastronomie: Wie Doreen Dietel ihr Leben neu ordnete

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von C3 Newsroom

Doreen Dietel hat sich nach ihrem Serien-Aus ein neues Leben aufgebaut.

Bild: APress


Ein Jahrzehnt und mehr als 1.500 Folgen hinweg prägte Doreen Dietel als Trixi Preissinger die TV-Serie "Dahoam is Dahoam". Ihr plötzliches Aus bedeutete einen tiefen Einschnitt in ihrer Karriere. Doch statt sich davon bremsen zu lassen, richtete Dietel ihr Leben neu aus.


"Dahoam is Dahoam" siehst du montags bis freitags um 19:30 Uhr


"Die größte Ohrfeige" und Existenzsorgen

Für Doreen Dietel kam das Aus 2017 völlig überraschend: Ohne Vorwarnung wurde ihre Rolle aus dem Drehbuch der bayerischen Erfolgsserie "Dahoam is Dahoam" herausgeschrieben, wie sie in einem Gespräch mit "t-online" berichtet. Seit dem Serienstart 2007 gehörte sie zur Stammbesetzung, weshalb sie die Vorgehensweise als "die größte Ohrfeige" ihrer Karriere bezeichnet. Als Begründung habe man ihr mitgeteilt, ihre Figur sei "auserzählt".

Als Mutter eines damals dreijährigen Sohnes und Hauptverdienerin blickte sie damals in eine ungewisse Zukunft: "Ich stand vor der Frage, was ich jetzt machen sollte. Mit Kind wäre es schwierig gewesen, nach Berlin zu gehen, um mich wieder ins Gespräch zu bringen - Klinkenputzen sozusagen." Ein Neustart im Schauspiel schien unter diesen Bedingungen kaum realistisch.

Mutiger Neuanfang als Gastronomin

Doreen Dietel nutzte den Bruch als Chance und eröffnete 2018 nach mehrmonatigem Umbau ihr eigenes Restaurant "Dürnbecker" in Gmund am Tegernsee. Erfahrungen in der Gastronomie brachte sie mit: Bereits seit ihrer Jugend hatte sie in diesem Bereich gearbeitet. Fehlentscheidungen und falsches Vertrauen führten jedoch dazu, dass ihr Konto schon nach einem halben Jahr im Minus gewesen sei und ihr Betrieb beinahe habe schließen müssen. Am Ende zahlte sich ihr Einsatz aus: 2025 wurde Dietel mit einem Award als Top-Selbstständige und beste Quereinsteigerin geehrt.

Heute habe sie mehr Planungssicherheit, aber auch mehr Verantwortung als früher in der Schauspielerei. Dafür zahle sie einen hohen Preis: Gerade an Wochenenden arbeite sie oft 14 Stunden am Stück. "Krank zu sein, kann ich mir nicht leisten, selbst, wenn ich erkältet bin oder Schmerzen habe, mache ich weiter. Man funktioniert dann einfach weiter", so Dietel.

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Rückhalt durch Verlobten

Unterstützt wird Doreen Dietel vor allem von ihrem Verlobten Wolfgang Subirge, der dafür sogar seinen Beruf als Radiomoderator aufgegeben hat. Gleichzeitig bleibe ihr Blick auf sich selbst kritisch. Stolz auf die eigenen Leistungen zu empfinden, falle ihr schwer. Eine Haltung, die sie auf ihre Kindheit in der DDR zurückführt, in der Disziplin wichtiger gewesen sei als Selbstwertgefühl. Zweifel von außen begreift sie jedoch als Ansporn, das Gegenteil zu beweisen.

Inzwischen führt die 51-Jährige ein bodenständiges Leben, auch wenn sie sich vor Ort nicht immer vollständig akzeptiert fühlt. Vorrang habe für sie inzwischen, die Abende mit ihrer Familie zu verbringen. Daran ändern auch gelegentliche Auftritte im Reality-TV, etwa bei "Promi Big Brother", nichts.


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