Hundertmal gesehen, nullmal interviewt
Hollywood Unfiltered: Das verrät Star-Reporterin Silke Burmeister über Leonardo DiCaprio
Aktualisiert:
von Silke BurmeisterJournalistin Silke Burmeister (l.) ist riesen Fan von Schauspieler Leonardo DiCaprio (r.). Doch obwohl sie in Los Angeles lebt, arbeitet und sogar oft die gleichen Events wie Leo besucht, kam es noch nie zu einem Interview.
Bild: Silke Burmeister; picture alliance / Everett Collection | Elizabeth Goodenough/Everett Collection; hearty_stock.adobe.com; chones_adobe.stock.com
Es gibt Stars, die interviewt man ständig. Und dann gibt es Leonardo DiCaprio. Unsere Hollywood-Expertin hat ihn hundertmal gesehen - auf Award-Shows, bei Filmpremieren, in Restaurants, in Clubs, im echten Leben. Aber ein klassisches Einzelinterview? Nein. Nie. Nicht ein einziges Mal.
Silke Burmeister ist Journalistin, kommt ursprünglich aus Deutschland, lebt aber bereits seit vielen Jahren in Los Angeles. Als rasende Hollywood-Reporterin ist sie für Joyn und ProSieben bei den Oscars unterwegs, trifft Promis auf Red-Carpet-Events und blickt hinter die Kulissen der Film-Metropole. In der fabulösen Welt Hollywoods gibt es einen Promi, der es ihr besonders angetan hat, den sie aber bisher noch nie vor ihr Mikrofon bekommen hat: Leonardo DiCaprio.
In der Rubrik "Hollywood Unfiltered" berichtet sie auf "Behind the Screens" von ihren kuriosesten Erlebnissen und Stories aus L.A..
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Bei den 31. Critics Choice Awards war Leonardo DiCaprio zusammen mit Co-Star Benicio del Toro unterwegs.
Bild: Getty Images for Critics Choice Association
So nah und doch so fern: Mein Abend bei den Critics Choice Awards
Anfang Januar war ich bei einer der größten Award-Shows des Jahres in Los Angeles: den Critics Choice Awards. Als Entertainment-Journalistin und Mitglied der "Critics Choice Association" darf ich nicht nur abstimmen, sondern auch live dabei sein, wenn Preise vergeben werden. Ein Abend, auf den ich mich jedes Jahr besonders freue.
Die Show fand in einem riesigen Zelt am Santa Monica Airport statt. Davor gab es einen Cocktail-Empfang. Stars wie Ariana Grande, Elle Fanning, Seth Rogen und Adam Sandler mischten sich unter die Gäste. Alle erstaunlich cool, alle bereit für Small Talk und Selfies. Und wir Journalist:innen? Während die meisten von uns so taten, als wären sie völlig entspannt, warteten wir insgeheim alle auf eine Person: Leo. Er war an dem Abend für den Best Actor Award ("One Battle After Another") nominiert.
Während die meisten Gäste, darunter Adam Sandler, Mark Ruffalo und viele andere, bereits im Festzelt an ihren Tischen saßen, kam er schließlich: Leonardo DiCaprio - mit Entourage und Sicherheitsleuten. Keine tief ins Gesicht gezogene L.A.-Baseballkappe, stattdessen Anzug, zurückgegelte Haare. Mit Blick nach vorne und zügigem Schritt ging er durch den Eingangsbereich.
Kaum jemand hatte Zeit, das Handy zu zücken. Und trotzdem wirkte er charmant, gelassen, magnetisch. Dieser leicht verschmitzte, jugendliche Ausdruck ist auch nach zwei Jahrzehnten noch da. Ich sah ihn sofort. Und Leo? Leo sah mich nicht.
Schon wieder hatte ich kein Glück. Aber das hatte der "Inception"-Star bei der Preisverleihung zunächst auch nicht. Er verlor gegen Timothée Chalamet; der 30-Jährige gewann die Auszeichnung als Bester Schauspieler für den Film "Marty Supreme" und schlug Leo zusätzlich im Timing-Duell.
Während der 51-Jährige es gerade noch rechtzeitig zur Show schaffte, tauchte Timmy mit Partnerin Kylie Jenner rund eineinhalb Stunden zu spät auf. Allerdings: exakt pünktlich für seine Dankesrede. Hollywood eben. Ganz ohne Auszeichnung blieb DiCaprio an diesem Abend dann doch nicht. "One Battle After Another" gewann Best Picture. Regisseur Paul Thomas Anderson holte einen strahlenden Leo sowie Benicio und weitere Co-Stars auf die Bühne. Ein schöner Abschluss - auch wenn ich meinen persönlichen Fluch, Leonardo DiCaprio nie allein im Gespräch zu erwischen, wieder nicht brechen konnte.
Er ist der Running Gag meines Lebens
Leo ist wie ein Mythos. Man sieht ihn ständig, aber bekommt ihn nie wirklich zu fassen. Ich habe ihn in Hollywood schon unzählige Male "getroffen": am Nebentisch auf Award-Shows, auf dem roten Teppich und zuletzt bei einer Pressekonferenz mit gefühlt einem Dutzend Kolleg:innen, bei der die Zeit natürlich nicht reichte, um meine Fragen zu stellen. Und selbst da: kein Einzelinterview. Leo gab es nur im Doppelpack, zusammen mit Co-Star Benicio del Toro.
Mit Benicio habe ich längst ein klassisches One-on-One geführt, in einer Hotelsuite im Four Seasons, für "Sicario 2". Leo hingegen gibt solche Einzelinterviews kaum noch. Und wenn, dann meist nur großen englischsprachigen Medien. Ich bleibe also seit Jahren eine von vielen. Ein Running Gag, der sich hartnäckig hält.
Leo und ich: Eine deutsche Liebesgeschichte in Hollywood (die nie stattfand)
Was das Ganze noch ironischer macht: Ich bin mehr oder weniger wegen ihm nach Los Angeles gezogen. Leonardo DiCaprio war mein allererster Crush. "Unser lautes Heim", "My Own Private Idaho", "Romeo + Julia", "Titanic" - er ist einfach ein Herzensbrecher.
In meinen frühen Zwanzigern lief ich ihm dann plötzlich immer mal wieder über den Weg. Nicht beruflich, sondern einfach so: Im Supermarkt, beim Dinner, auf After-Partys - typisch L.A.
Meine beste Freundin, die mich auch dieses Jahr zu den Critics Choice Awards begleitete, bekam damals auf der Tanzfläche sogar ein Küsschen von Leo auf die Wange. Ihr Eisbrecher? Sie sprach ihn auf Deutsch an. Das fand er großartig, da seine Mutter ja ursprünglich aus Deutschland kommt und Leo viele Sommer bei seiner Oma im Ruhrgebiet verbracht hatte.
Als wir uns bei den Critics Choice Awards daran erinnerten, mussten wir grinsen. Ob die Masche Jahre später wohl noch funktionieren würde🤔?
Ich gebe nicht auf!
Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Leo bleibt Leo.
Unglaublich talentiert, unerreichbar genug, um interessant zu bleiben, und immer für eine Überraschung gut.
Wer weiß: Vielleicht wird er beim nächsten Mal zum Glückspilz und sahnt doch noch ein Küsschen von mir ab 😉.
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