Neue Wege mit 72 Jahren

Gitta Schweighöfer: Von der Theaterbühne vor die Soap-Kamera

Veröffentlicht:

von Annalena Graudenz

Gitta Schweighöfer freut sich über ihre neue Herausforderung am Set von "Ein Hof zum Verlieben".

Bild: IMAGO/BREUEL-BILD


Gerade hat die neue Vorabendserie "Ein Hof zum Verlieben" Premiere gefeiert. Mit dabei: Gitta Schweighöfer. Bühnenschauspielerin, Soap-Neuling und die Mutter von Matthias Schweighöfer. Über die Highlights der Dreharbeiten und was die Zukunft für sie bereithält, hat die 72-Jährige mit uns gesprochen.

Seit Anfang der 80er-Jahre steht Gitta Schweighöfer auf den Theaterbühnen dieses Landes, hat in zahlreichen Inszenierungen Titelrollen übernommen. Von Klassikern wie "Lady Macbeth" bis zu Tragödien wie "Die Perser" hat die Schauspielerin ihr Publikum mit ihren Charakterrollen mitgerissen. Seit Anfang der 2000er hat sich die Mutter von Matthias Schweighöfer auch im Fernsehen einen Namen gemacht.


"Ein Hof zum Verlieben" ab 2. März um 18 Uhr


Neue Erfahrungen am Set

Nun ist sie Teil einer großen Produktion und wird ab März täglich im Vorabendprogramm von SAT.1 zu sehen sein. Was ihr persönliches Highlight beim Dreh von "Ein Hof zum Verlieben" war? "Für mich war eigentlich alles ein Highlight. Ich habe halt noch nie so eine Soap gemacht", erzählt sie im Interview auf dem roten Teppich. Ganz so neu dürfte die Soap-Erfahrung für sie jedoch nicht sein. 2002 hatte sie einen kurzen Auftritt bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Aber zugegeben, dieser Dreh ist schon verdammt lang her.

Mit der neuen Serie ist Gitta Schweighöfer erstmals in einer größeren Rolle in einem klassischen Soap-Format zu sehen und konnte somit ganz neue Erfahrungen am Set sammeln. Denn auch, wenn sie schon in Fernsehserien wie "In aller Freundschaft", "Rosa Roth", Schloss Einstein“ oder dem "Tatort" mitgespielt hat, ist eine täglich ausgestrahlte Soap doch etwas anderes – mit allem, was dazu gehört: eng getaktete Drehtage, parallele Handlungsstränge und emotionale Cliffhanger.

Verwurzelt auf der Theaterbühne

Wer mit Schweighöfer spricht, merkt schnell, wo ihre künstlerischen Wurzeln liegen. Sie ist ausgebildete Theaterschauspielerin, hat schon während ihrer Kindheit in einem Kindertheater mitgewirkt. Auch heute ist ihre Begeisterung für die Arbeit an den verschiedensten Figuren ungebrochen. "Ich bin Bühnenschauspielerin, habe lange Zeit auf der Bühne gespielt, deshalb interessieren mich alle Rollen", sagt Schweighöfer. Und genau diese Ausbildung und Erfahrung dürfte ihr in ihrer Arbeit als Serien-Darstellerin zugutekommen. Sie hat gelernt, sich mit ihrer Rolle intensiv auseinanderzusetzen – auch, wenn sich die Arbeit auf der Bühne und die vor der Kamera in ihrem Rhythmus dann doch unterscheidet.

Gerade dieser Kontrast scheint sie an "Ein Hof zum Verlieben" gereizt zu haben. Während am Theater wochenlang geprobt wird, entstehen bei einer täglichen Serie viele Szenen in kürzester Zeit. Ans Aufhören denkt die 72-Jährige offenbar auch noch lange nicht. Sie sei gespannt, ob in nächster Zeit neue Rollenangebote auf sie zukommen werden. "Ich habe auf alles Lust. Coole Charakterrollen, vielleicht mal eine Liebhaberin oder eine fiese Zicke. Es macht einfach Spaß, sowas zu spielen", erzählt sie strahlend und voller Energie.

Das erwartet Fans bei "Ein Hof zum Verlieben"

Jetzt dürfen wir Matthias Schweighöfers Mutter erst einmal regelmäßig bei "Ein Hof zum Verlieben" begleiten. Worauf wir uns freuen können? "Ich denke auf sehr schöne Folgen, in denen viel passiert, wo es Geheimnisse gibt, wo es Liebe gibt, wo chaotische Sachen passieren, lustige Figuren, ganz viel Spaß", sagt die Schauspielerin. Und garantiert auch eine weitere Charakterrolle, die Gitta Schweighöfer mit ihrer quirligen Art zu etwas ganz Besonderem machen wird.

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