So kam er ins TV
"Kommissar Dupin"-Star: Danach war Pasquale Aleardi als Kind süchtig
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von teleschauKommissar Dupin (Pasquale Aleardi) ist auf der Suche nach seiner Frau!
Bild: © ARD Degeto Film/Filmpool Fiction GmbH/Wolfgang Ennenbach
Seit zwölf Jahren ist Pasquale Aleardi als Kommissar Dupin in der gleichnamigen Krimireihe im Ersten zu sehen. Wäre es nach seinen Eltern gegangen, wäre er Arzt oder Rechtsanwalt geworden. Doch er ließ sich von seinem Traum nicht abbringen. Der Schweizer Schauspieler im Porträt.
"So ein Sch..ß", entfährt es Kommissar Georges Dupin (Pasquale Aleardi) gleich zu Beginn der Episode "Bretonischer Ruhm". Der Standardspruch des Ermittlers hat einen guten Grund: Ausgerechnet in den Flitterwochen mit seiner frisch angetrauten Claire (Christina Hecke) stößt er auf einen Mordfall. Statt gemütlicher Stunden auf dem Weingut von Claires Freundin Cécile Katell (Birte Hanusrichter) gilt es nun, den Tod von Céciles Ehemann Brian (Markus Frank) aufzuklären.
In der herrlichen Weinregion des Muscadet macht sich der Ermittler an die Arbeit. Unterstützt von Inspektor Kadeg (Jan Georg Schütte) und Polizistin Nevou (Gisa Flake), kommt der Kommissar bald einigen Merkwürdigkeiten rund um das Chateau auf die Spur. Doch wer steckt hinter dem Mord? Etwa die konkurrierende Winzerfamilie Joly? Oder die junge Angestellte Emily (Luisa Binger)? Die hatte eine Affäre mit Brian. Das hat weder Cécile noch Emilys Verlobten Alain (Josef Heynert) geschmeckt.
"Kommissar Dupin": Am 24. September um 20:15 Uhr im ARD-Livestream auf Joyn

Kommissar Dupin - Bretonischer Ruhm
Mit dem Erfolg von "Kommissar Dupin" hatte niemand gerechnet
2013 begannen die Dreharbeiten zur ersten Folge der Reihe. "Wir waren damals nicht sicher, ob das ein Erfolg wird", gestand Pasquale Aleardi kürzlich im SWR4-Format "Assenheimers Promitalk". "Ich hab immer gedacht: Nach dem ersten ist Schluss."
Doch es kam anders. Selbst im französischen Fernsehen ist die deutsche Produktion ein Erfolg. "Wir wurden sogar vom französischen Botschafter eingeladen", verrät der Hauptdarsteller. Die ganze Region habe von den Romanen und deren Verfilmungen profitiert, werde jetzt viel häufiger von französischen Touristen besucht.
Pasquale Aleardi versicherte in dem Interview, dass ihm das Format nach wie vor Freude bereite. Nicht nur wegen der atemberaubenden bretonischen Landschaft, in der die Krimis spielen. "Ich habe Superkollegen", schwärmte er über sein Team bei "Kommissar Dupin". Zum Beispiel Jan Georg Schütte als Inspektor Kadeg. "Egal, was er spielt: Du magst ihn, liebst ihn und grinst." Er freue sich über jeden neuen Dreh - "das ist wie eine Family Reunion".
Pasquale Aleardi sucht als Schauspieler "die Challenge"
Dass er auch nach 13 Episoden in der öffentlichen Wahrnehmung nicht auf die Rolle als Kommissar reduziert wird, freut ihn sehr. "Ich achte sehr darauf, dass es unterschiedlich bleibt", dass er auch immer wieder Theater- und andere Rollen bekommt, so der Darsteller. Er suche immer wieder "die Challenge". Etwa als homosexueller griechischer Schiffsmonteur im Kinofilm "Ich war noch niemals in New York" (2019).
Zuletzt war Pasquale Aleardi in der Hauptrolle des Schweizer Kinofilms "Ewigi Liebi" zu sehen, ein Mix aus Musical, Zeitreise und romantischer Komödie.
Im Stream auf Joyn: Sieh Pasquale Aleardi als Verlobter der dänischen Kronprinzessin
Als der junge Pasquale Schauspieler werden wollte, "sind erst mal Bügeleisen geflogen"
Pasquale Aleardi kam am 1. Juni 1971 in Dietikon im Kanton Zürich zur Welt. Sein Vater Italiener, seine Mutter Griechin - in seinem Elternhaus ging es turbulent zu. "Rein akustisch war bei uns immer die Hölle los. Es liefen ja auch drei Fernseher", verriet er in "Assenheimers Promitalk". Das habe dazu geführt, dass er "ziemlich fernsehsüchtig war". Serien wie "Starsky & Hutch" oder "Die Straßen von San Francisco" fesselten den kleinen Pasquale an den Bildschirm.
Als er 19 war, hatte die Staatliche Schauspielschule in Zürich einen Tag der offenen Tür. "Ich hab sofort gedacht: Das muss ich ausprobieren." Alle rieten ihm damals ab: Von 1.500 Bewerber:innen würden nur zwölf am Ende aufgenommen. Auch seine Eltern waren entsetzt. Sie wollten, dass er was Seriöses wird: Arzt oder Rechtsanwalt. "Ich war der erste Aleardi, der das Abi geschafft hat" - und dann so was! "Da sind erst mal Bügeleisen geflogen", scherzte der Schauspieler im "Promitalk".
Vom Theater über "Resident Evil" zu "Kommissar Dupin"
Doch Pasquale Aleardi ließ sich nicht bremsen. "Ich war wie ein galoppierender Hengst", erinnerte er sich. Er schaffte die Aufnahme in die Schauspielschule und spielte erst mal fünf Jahre Theater. "Um richtig Hochdeutsch zu lernen", erzählt er.
Nach einer Hauptrolle im Schweizer Musikfilm "Tschäss" hatte der Darsteller 2002 im Thriller "Nachts im Park" an der Seite von Heino Ferch und Heike Makatsch seinen ersten größeren Auftritt in Deutschland. Auch international lief es rund: Im Science-Fiction-Horrorfilm "Resident Evil" hatte er im selben Jahr seine erste Rolle in einem Blockbuster.
Es folgten Parts in großen Produktionen wie "Die Sturmflut" (2006), "Keinohrhasen" (2007) oder "What a Man" (2011). Und ab 2013 seine Dauer-Rolle als Ermittler in der Bretagne.
Im Clip: Sieh Pasquale Aleardi im Finale bei "The Masked Singer"
Pasquale Aleardi wohnt seit 2022 wieder in Zürich
Nachdem der Schauspieler in Berlin gelebt hatte, zog es ihn im Sommer 2022 wieder zurück in seine Heimat. Mit dabei: seine Frau Petra und die gemeinsamen Söhne Leonardo und Armando. Das Paar ist seit 2016 verheiratet.
Sobald es die Dreharbeiten erlauben, widmet sich Pasquale Aleardi zudem seiner zweiten Leidenschaft: der Musik. Er hat eine Band namens "Die Phonauten". Von November bis Februar, wenn nicht so viel gedreht würde, "haben die Jungs Priorität". Dass er singen kann, bewies er 2023 in "The Masked Singer", als er Ende 2023 als "Lulatsch" das Finale erreichte und den zweiten Platz belegte.
"Kommissar Dupin - Bretonischer Ruhm" läuft am Donnerstag, 24. September, um 20:15 Uhr im Ersten. Zur selben Zeit ist der Krimi aus dem Jahr 2024 im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.
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