Silberner Bär für intensive Performance

Doppelleben im 17. Jahrhundert: Sandra Hüller in "Rose"

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von Buzzwoo

Höhepunkt der Berlinale: Sandra Hüller glänzt in Historien-Drama und zeigt sich von einer neuen Seite.

Bild: picture alliance / Captital Pictures


Für ihre Rolle in "Rose" hat Sandra Hüller buchstäblich alles gegeben. Die Schauspielerin schlüpfte in die Haut einer Frau, die sich im 17. Jahrhundert als Mann ausgibt und erlebte dabei überraschende körperliche Veränderungen. Am Ende wurde ihr Mut und ihre Intensität mit dem Silbernen Bären belohnt.

Ein körperliches Abenteuer

Sandra Hüller (47) hat sich für das Historiendrama "Rose" einer echten körperlichen Herausforderung gestellt. Sie spielt eine Frau im 17. Jahrhundert, die sich als Mann ausgeben muss, um in einem Dorf zu überleben. "Ich habe schon gemerkt, dass sich meine Körperlichkeit in dieser Zeit verändert hat", verriet Hüller im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Schweres Schuhwerk, eine Rüstung und eine auffällige Narbe zwangen sie, sich anders zu bewegen und jede Bewegung bewusst zu steuern.


Sandra Hüller in "Fack ju Göhte 3"


Training für die Rolle

Regisseur Markus Schleinzer verlangte von der Schauspielerin ein spezielles Trainingsprogramm. Kraft- und Kampftraining standen auf dem Plan. "Natürlich nicht so, dass ich tatsächlich in einem Actionfilm mitspielen könnte, aber ich hätte gewusst, wie ich mich verteidigen kann. Das fand ich eigentlich nicht so schwer", so Hüller.


Mentale Höchstleistung

Noch größer als die körperliche Anstrengung war für sie jedoch die ständige Spannung, die Rolle glaubhaft zu spielen. Hüller musste immer wachsam sein: Wer nähert sich von wo? Wer sieht was? Wann kann sie unbemerkt sein? Die Rolle verlangte einen Rundumblick und ein präzises Timing, um die Identität der Figur zu schützen.

Berlinale-Triumph

"Rose" lief im Wettbewerb der 76. Berlinale und gehörte zu den heiß diskutierten Titeln. Sandra Hüller konnte die Jury überzeugen und erhielt den Silbernen Bären als beste Schauspielerin. Damit fügte sie ihrer bereits glanzvollen Karriere, unter anderem für "Anatomie eines Falls", einen weiteren Höhepunkt hinzu. Schon vor der Preisverleihung war ihr Name als Favoritin gefallen.

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