Zweifacher Oscar-Preisträger
Mel Gibson wird 70: Zwei Jesus-Filme sind geplant
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von dpaMel Gibson hat sich mit "The Resurrection Of The Christ" die Fortsetzung seines kontroversen Jesus-Films von 2004 vorgenommen.
Bild: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Von "Mad Max" zum sogenannten Mad Mel? Mel Gibson hat eine Karriere mit Highlights, Abstürzen und Comebacks hinter sich. Mit 70 kehrt der Oscar-Preisträger zu seinem Lieblingsgenre zurück.
Kontroversen wegen politischer Statements
Der Oscar-Preisträger, der am 3. Januar 70 Jahre alt wird, war vor einem Jahr von US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit Sylvester Stallone und Jon Voight zum Hollywood-Sonderbotschafter berufen worden. "Diese drei sehr talentierten Personen werden meine Augen und Ohren sein" und ihm dabei helfen, Hollywood "wieder größer, besser und stärker zu machen, als es jemals zuvor war", schrieb Trump im vorigen Januar auf seiner Online-Plattform Truth Social. Gibson zeigte sich damals überrascht, aber willig:
Meine Pflicht als Bürger ist es, jede Hilfe und Expertise zu geben, die ich kann.
Es ist hinlänglich bekannt, dass Gibson zu den Trump-Anhängern in Hollywood zählt. Zum Außenseiter wurde er in der Vergangenheit auch durch antisemitische und homophobe Äußerungen und extrem konservativ-katholische Ansichten, mit denen der Star aus Blockbustern wie "Mad Max" und "Leathal Weapon" immer wieder für Schlagzeilen sorgte.
Zu Jesus-Filmen berufen
Bei der Feuerkatastrophe in Südkalifornien im Januar 2025 brannte seine Villa in Malibu ab. "Mein Zuhause sah aus wie Dresden", sagte Gibson mit einer Weltkriegsanspielung damals dem US-Sender NewsNation. Der Verlust sei aber auch ein Segen und eine Läuterung gewesen, bilanzierte er im Podcast des US-Moderators Raymond Arroyo. Er würde Gott völlig vertrauen. "Ich glaube, dass der Allmächtige mich darauf vorbereitet, etwas Großes zu tun", führte Gibson weiter aus. Er fühle sich nun auch dazu berufen, weitere Jesus-Filme zu drehen.
Film-Highlight mit Mel Gibson in der Hauptrolle
Bereits im August hat der Regisseur und Schauspieler verkündet, im Frühjahr 2027 gleich zwei neue Filme über Jesus ins Kino bringen zu wollen. Das lange geplante Regie-Werk "The Resurrection Of The Christ" soll als Zweiteiler erscheinen, gab das Hollywood-Studio Lionsgate auf ihrem Instagram-Account @lionsgate bekannt - Teil 1 am Karfreitag (26. März 2027) und 40 Tage später Teil 2 an Christi Himmelfahrt (6. Mai 2027). Die Auseinandersetzung mit der Auferstehung Jesu Christi ist eine Fortsetzung seines umstrittenen Kreuzigungs-Films "Die Passion Christi" aus dem Jahr 2004.
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Kritik an Kreuzigungs-Film
Gibson, der damals Regie führte und am Skript mitwirkte, holte Jim Caviezel als Jesus-Darsteller vor die Kamera. Der Film über die letzten Stunden im Leben von Jesus wurde von vielen für antisemitisch befunden und wegen der Gewaltdarstellungen kritisiert. Gibson finanzierte den in Hebräisch, Aramäisch und Latein gehaltenen Film angeblich für 30 Millionen Dollar aus eigener Tasche. Er spielte an den weltweiten Kinokassen mehr als 610 Millionen Dollar ein, eine kommerzielle Sensation für einen untertitelten Film, der wegen seiner Brutalität nur für Erwachsene zugelassen war.
Ausbildung in Australien
Der im US-Staat New York geborene Schauspieler wuchs mit zehn Geschwistern auf. Er war zwölf Jahre alt, als die Familie nach Australien zog. An einer Schauspielschule in Sydney, wo auch Cate Blanchett, Baz Luhrmann und Sam Worthington ihr Handwerk lernten, machte er 1977 seinen Abschluss.
Dem australischen Regisseur George Miller verdankte er seinen Durchbruch. Millers "Mad Max" (1979) mit dem blutjungen Gibson als Action-Star in einer postapokalyptischen Welt wurde zum Kult. Es folgten die anspruchsvollen Peter-Weir-Dramen "Gallipoli" und "Ein Jahr in der Hölle", dann der Hollywood-Siegeszug mit "Lethal Weapon". In der Blockbuster-Reihe schickte Regisseur Richard Donner seit 1987 Mel Gibson und Danny Glover viermal als Cops in Los Angeles auf Verbrecherjagd, zuletzt 1998 in "Lethal Weapon - Zwei Profis räumen auf".
Doppelter Oscar-Ruhm
Für das Historien-Epos "Braveheart", mit Gibson in der Hauptrolle als schottischer Freiheitskämpfer, wechselte er auch hinter die Kamera. Das brachte dem Star 1996 gleich doppelten Oscar-Ruhm. Er gewann die Trophäen in der Sparte Regie und als Produzent des besten Films.
2004 räumte Gibson mit "Die Passion Christi" an den Kinokassen kräftig ab. Das US-Magazin "Forbes" stufte den Regisseur damals als mächtigsten Künstler ein. Auch das Leinwandgemetzel "Apocalypto" (2006) über den Untergang einer Maya-Kultur, das Regisseur Gibson ohne namhafte Stars drehte und mit 50 Millionen Dollar aus eigener Tasche finanzierte, spielte mehr als das Doppelte ein.
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Ruf als "Mad Mel"
Nach Tiefpunkten in seinem Privatleben und schwachen Auftritten in Filmen wie "Der Biber", "Get The Gringo" und "The Expendables 3" wurde Gibson oftmals das Karriere-Aus prophezeit. Der "Mad Max"-Star handelte sich den Spitznamen "Mad Mel", verrückter Mel, ein.
Doch 2017 feierte er mit seinem fünften Regiewerk "Hacksaw Ridge" ein überraschendes Comeback. Das auf wahren Begebenheiten beruhende Drama über einen US-Soldaten, der als Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg mehr als 70 Kameraden das Leben rettete, ohne je eine Waffe zu benutzen, erhielt sechs Oscar-Nominierungen. Gibson war erneut als bester Regisseur im Rennen. Im vorigen Frühjahr brachte er nach längerer Regiepause den Thriller "Flight Risk" mit Mark Wahlberg in die Kinos.
Turbulentes Privatleben
Nicht nur beruflich, auch privat hat Gibson eine wilde Achterbahnfahrt hinter sich. Einen Höhepunkt gab es 1985, als der Schauspieler mit strahlend blauen Augen das Cover von "People" zierte. Die US-Zeitschrift hatte ihn zum "Sexiest Man Alive" gekürt. Gibson war der Erste in der seither jährlichen Wahl der "People"-Schönlinge.
Einen Tiefpunkt erlebte Gibson 2006, als er in Kalifornien sturzbetrunken Auto fuhr und bei der nächtlichen Festnahme in eine rassistische Schimpftirade verfiel. Jüdische Gruppen kritisierten den Schauspieler, Gibson entschuldigte sich später. Der bekennende Katholik räumte damals ein, seit Jahrzehnten gegen seine Alkoholsucht zu kämpfen. Er bedaure seinen Rückfall und die "verachtenswerten" Bemerkungen bei seiner Festnahme zutiefst.
Neunfacher Vater
2009 kam nach knapp 30 Jahren Ehe das Aus für Gibson und seine Frau Robyn Moore - sie reichte die Scheidung ein. Das Paar hatte zu diesem Zeitpunkt sieben Kinder im Alter von neun bis 28 Jahren.
Ein Gericht brummte Gibson 2011 eine dreijährige Bewährungsstrafe mit gemeinnütziger Arbeit und Therapie auf, damit er seine Wutausbrüche in den Griff bekomme. Grund war ein handgreiflicher Streit mit seiner Ex-Freundin, der russischen Sängerin Oksana Grigorieva, Mutter der jetzt 16 Jahre alten Lucia Gibson. Sein neuntes Kind, Sohn Lars, brachte Lebensgefährtin Rosalind Ross 2017 zur Welt, von der er sich Ende 2025 trennte.
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