Er spielte in "Tatort", "Wilsberg" und Co.
Warum TV-Star Shenja Lacher die Schauspielerei gegen Altenpflege eintauscht
Veröffentlicht:
von Julia W.Shenja Lacher (2.v.li.) neben seinen "Das Quartett"-Co-Stars Annika Blendl (li.), Anton Spieker und Anja Kling.
Bild: ZDF / Oliver Feist
Er spielte Kommissare, stand auf großen Bühnen – doch nun plant Shenja Lacher einen radikalen Karriere-Wechsel. In einem Interview erklärte der Schauspieler nun, warum er das Rampenlicht gegen die Altenpflege eintauschen will.
Jahrelang war Shenja Lacher in Deutschlands TV-Krimi-Szene ein vertrautes Gesicht: als Kommissar Christoph Hofherr in "Das Quartett", als Siggi Prechtl in "Hubert und ohne Staller" oder in Gastauftritten bei "Tatort", "Polizeiruf 110" und "Wilsberg". Erst am Samstagabend (31. Januar) war er in der ZDF-Reihe "München Mord" zu sehen.
Trotz seiner Erfolge als Schauspieler will er nun einen klaren Schlussstrich unter seine TV- und Film-Karriere ziehen – zumindest vorläufig. Sein neuer Plan: Lacher will Altenpfleger werden.

Gefahrengebiet
Altenpflege statt Schauspielerei
In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" beschreibt Lacher laut "Focus", warum ihn der Gedanke an eine klassische Schauspielkarriere zunehmend unzufrieden macht. "Ich kann nicht wochenlang nichts tun", sagt er.
Die zum Teil langen Phasen des Wartens zwischen verschiedenen Drehs seien ihm "einfach zu wenig". "Rumsitzen liegt mir nicht", sagt Lacher. "Ich habe keine Lust, auf das nächste mittelmäßige Drehbuch zu warten und dann zu sagen: 'Ich muss es machen, weil ich die Kohle brauche.'"
Am Ende schmerzt es viel mehr, als zu wissen, dass ich etwas Sinnvolles getan habe.
Lacher arbeitete als Zivi mit älteren Menschen
Die Altenpflege ist für Shenja Lacher kein völlig fremdes Terrain: Schon während seines Zivildienstes arbeitete der 47-Jährige mit älteren Menschen. "Mir macht die körperliche Nähe nichts aus. Ich hatte eine gute, anstrengende Zivi-Zeit", erinnert er sich.
Es gehe ihm dabei weder um Anerkennung noch um einen moralischen Bonus. "Ich bin mir für nichts zu schade. Warum sollte ich? Ich bin nichts Besseres als irgendwer", sagte er.
Das ist Arbeit. Gute Arbeit ist, wenn sie sinnvoll ist.
Auch ökonomische Überlegungen spielen bei seiner Entscheidung eine Rolle. Lacher lebt in München, hat Kinder – finanzielle Planungssicherheit ist für ihn wichtig.
"Halbes Jahr ohne Film kann richtig hart sein"
Dass mit einer Ausbildung in der Altenpflege weniger Zeit für große Filmprojekte bleibt, ist ihm bewusst. Doch in den vergangenen Jahren seien spürbar weniger Filme produziert worden, Engagements seltener geworden. "Einige Kollegen standen monatelang ohne Job da. Sie müssen überlegen, wie sie ihre Rechnungen zahlen", sagte er. "Ein halbes Jahr ohne Film kann richtig hart sein."
Gleichzeitig macht Lacher klar, dass er nicht vollständig mit seiner künstlerischen Arbeit brechen will. Musik werde weiterhin Teil seines Lebens bleiben, "sonst gehe ich ein".
"Tatort" läuft immer sonntags um 20:15 Uhr
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