Es begann mit einem Hirschgeweih
Leidenschaftlicher Schatzsucher: Das ist "Bares für Rares"-Händler Ferdinand Resul Adanir
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von teleschauSammler, Händler – und ein bisschen Schatzjäger: Ferdinand Resul Adanir ist seit Juli 2025 bei "Bares für Rares".
Bild: ZDF
Seit Juli 2025 bereichert Ferdinand Resul Adanir das Team der Händler:innen in der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares". So tickt der Antiquitätenhändler, der im Alter von acht Jahren schon mit leuchtenden Augen über Flohmärkte streifte.
Keine Folge von "Bares für Rares" verpassen!
"Ich find ihn super!" Mit diesen Worten kündigte Moderator Horst Lichter den neuen Händler Ferdinand Resul Adanir, kurz "Ferdi", am 4. Juli 2025 in "Bares für Rares" an. Mit seinem ersten Auftritt schloss sich für den gebürtigen Sinsheimer ein Kreis. Denn er ist schon länger Fan der ZDF-Trödelshow. Vor Jahren habe ihn ein Freund angerufen und auf "diese Sendung, in der Antiquitäten verkauft würden", hingewiesen. Ferdinand war sofort begeistert. "Mein inneres Gefühl hat immer gesagt: Irgendwann will ich es in die Sendung schaffen", verriet der 38-Jährige in einem Instagram-Interview.
Das sei so wie bei einem Fußballspieler die Champions League, fügte Ferdinand Resul Adanir hinzu. "Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe." Ein größeres Lob für die seit 2013 ausgestrahlte Nachmittagssendung kann es kaum geben. Seine Leidenschaft für Antiquitäten zeigte sich allerdings schon, als es "Bares für Rares" noch gar nicht gab.
Das "Bares für Rares"-Team auf einen Blick
Auf einem Sinsheiner Flohmarkt wurde er zum Antiquitätenjäger
Der kleine Ferdi war acht Jahre jung, als er mit seinen Großeltern in seinem Geburtsort auf einen Flohmarkt ging. "Meine Oma hat ganz schnell festgestellt, dass Flohmärkte gut sind", erzählte er vor drei Jahren in einem Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung". Als er dort ein Hirschgeweih sah, war es um den Jungen geschehen. Zwar blieb sein Traum vom Geweih unerfüllt, aber die Faszination für alte, schöne Dinge blieb. Übrigens auch die Liebe zu seinen Großeltern, wie er in einer "Bares für Rares"-Ausgabe enthüllte: Ferdinand trägt nämlich einen Siegelring, in dem ein echter Zahn seines Großvaters verarbeitet ist. "Als Erinnerung an meinen Opa", verriet er voller Zuneigung.
Der Besuch von Flohmärkten war fortan "wie eine Schatzsuche". Er habe einen "Indiana-Jones-Komplex" entwickelt, sagt Ferdinand Resul Adanir schmunzelnd. Ihn fasziniere die Geschichte hinter Antiquitäten und vor allem die erstaunliche Haltbarkeit. Die Dinge seien für die Ewigkeit gebaut worden.
Auch wenn der heutige "Bares für Rares"-Händler zunächst noch 18 Jahre im Einzelhandel arbeitete – zuletzt als stellvertretender Marktleiter -, ließ ihn der Traum vom Trödel nicht mehr los. Bald war die Leidenschaft für seine Fundstücke zu groß – und seine Wohnung zu klein. "Ich bin ein Sammler, der Händler werden musste aufgrund der Menge", so Ferdi lächelnd.
Eine Wette machte ihn zum Händler
Als ihn 2014 ein Freund fragte, was er denn mit dem ganzen Quatsch wolle, war Ferdinand angepiekst. Er könne die Sachen verkaufen, ohne dabei Geld zu verlieren, behauptete er. Als er damit bei seinem Kumpel auf Unglauben stieß, musste ein Beweis her. Er stellte einen antiken Eckstuhl aus dem Jahr 1880 auf eBay – und erzielte prompt das Doppelte seines Einkaufspreises.
Der Rest ist Geschichte. Ferdinand Resul Adanir meldete 2015 ein Kleingewerbe an. Zunächst noch neben seiner Tätigkeit im Einzelhandel, seit Dezember 2021 in Vollzeit.
Sein Trinkhorn aus dem Jahr 1887? Unverkäuflich!
Bei allem kaufmännischen Geschick, das der Händler schon mehrfach unter Beweis gestellt hat: Es gibt Schätze, die er nicht mehr rausrücken mag. Etwa ein Glastrinkhorn mit feuervergoldeter Bronzemontur und einer Gravur von 1887. Gefertigt also offenbar 100 Jahre vor seiner Geburt. Sein Vater postete dieses Erinnerungsstück einst auf Facebook, was einen Händler aus Istanbul dazu veranlasste, sich ohne Anmeldung ins Flugzeug nach Deutschland zu setzen.
"Und dann stand er hier vor dem Laden und wollte das Teil kaufen", erinnerte sich Ferdinand Resul Adanir 2022 im Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung". Doch selbst das 25-Fache des Anschaffungswertes war kein Verkaufsargument für den passionierten Antiquitätensammler: Das Trinkhorn verblieb in seinem aktuellen Wohnort Waibstadt, etwa in der Mitte zwischen Heidelberg und Heilbronn.
Zu "Bares für Rares": Seine Freundin gab ihm den letzten Stupser
Als der Händler 2021 voll auf das Thema Antiquitäten setzte, rückte die Show, die er so sehr mag, noch weiter in seinen Fokus. Noch knapp drei Jahre gingen ins Land, bis ihn schließlich seine Freundin dazu bewegte, ein Bewerbungsvideo zu "Bares für Rares" zu schicken. Nur wenige Tage danach erhielt er die Zusage.
Und Ferdinand Resul Adanir "revanchierte" sich gleich in seiner ersten Sendung, die am 4. Juli 2025 ausgestrahlt wurde. Eine Dior-Schleifenbrosche von 1964 weckte sofort seine Neugier. Für 200 Euro erhielt der Debütant den Zuschlag im Händlerraum. Wieder ein Teil, das er nicht weiterzuverkaufen gedenkt: "Meine Freundin wird sich freuen", sagte er am Ende der Folge. "Ist er nicht herrlich?", schwärmte Horst Lichter sogleich. Und fügte mit Blick auf die TV-Zuschauer:innen hinzu: "Ich hoffe, er hat Ihnen so gut gefallen wie mir."
"Bares für Rares" läuft von montags bis freitags im Nachmittagsprogramm des ZDF. Neue Folgen gibt es immer um 15.05 Uhr. Diese sind dann zeitgleich im kostenlosen Livestream von Joyn verfügbar.
Hier kannst du den Händlern zusehen:
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