Rettungs-Sanitäterin in der ZDF-Serie
Geständnis von "Einfach Elli"-Star Klara Deutschmann: "Ich kann kein Blut sehen"
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von teleschauSeit 15 Jahren regelmäßig im Fernsehen zu sehen: Schauspielerin Klara Deutschmann.
Bild: 2025 Getty Images / Ben Kriemann
Sie war schon Polizistin, Pferdeflüsterin und Krankenschwester. Jetzt wird Schauspielerin Klara Deutschmann zur Rettungs-Sanitäterin. Allerdings zu einer ganz besonderen ...
Elli Kempfer hat ADHS. Aber von der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung lässt sie sich nicht aufhalten: Sie ist Rettungs-Sanitäterin und kämpft um das Leben von Unfallopfern. Klara Deutschmann spielt die Rolle der Elli in vorerst zwei Episoden von "Einfach Elli". Die Serie löst "Der Bergdoktor" ab, der sich in die Staffelpause verabschiedete. Die beiden "Elli"-Folgen "Neuanfang" und "Verzeihen" laufen an den Donnerstagen 12. und 19. März jeweils um 20:15 Uhr im ZDF und über den Livestream auf Joyn.
Die gebürtige Hamburgerin ist eine vielseitige Schauspielerin. Trotzdem änderten die Dreharbeiten zu "Einfach Elli" ihre Sichtweise auf gleich zwei Aspekte nachhaltig.
Streame "Einfach Elli" am 12. und 19. März im ZDF und kostenlos auf Joyn
"Ein Leben mit ADHS ist keine Einschränkung, sondern hat viele besondere Seiten"
"Ich hatte vorher nur eine vage Vorstellung vom Alltag einer Notfall-Sanitäterin. Durch die Beschäftigung mit diesem Thema bekam ich eine neue Perspektive. Ich habe großen Respekt davor, dass Menschen diesen harten Beruf ausüben und viel für die Gesellschaft leisten", berichtete sie der Nachrichtenagentur teleschau.
Auch über ADHS lernte sie viel dazu, meinte sie im Interview. "Mir ist aufgefallen, dass es große, auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei ADHS gibt. Ich lernte, wie vielfältig ADHS ist und wie unterschiedlich es sich von Person zu Person zeigt." Mit der Serie wolle sie auch immer noch bestehende Missverständnis ausräumen helfen. "Zwar haben einige Personen mit Unruhe oder Konzentrationsschwäche zu kämpfen, doch das Spektrum ist viel größer. Viele Betroffene leben mit ADHS, ohne dass es jemand merkt."
Sie fände es schön, wenn die Serie dazu beitragen könnte, Perspektiven zu ändern:
Ich würde mir wünschen, dass deutlich wird, dass ein Leben mit ADHS, wie es Elli und ihre Mutter Luise führen, keine Einschränkung ist, sondern viele besondere Seiten hat.
Ebenso wie der wichtige und anstrengende Beruf des Rettungs-Sanitäters.
"Hubert und Staller" und "Reiterhof Wildenstein" machten sie bekannt
Im "echten Leben" wäre der Job für Hauptdarstellerin Klara Deutschmann übrigens "auf gar keinen Fall" infrage gekommen. "Ich kann sehr schlecht Blut sehen", gestand sie laut ZDF. Das habe am Set auch teilweise zu lustigen Szenen geführt. Dank intensiver Vorbereitung und Beratung sei es dann aber kein Problem gewesen.
Da gab es schon Rollen in der Karriere von Klara Deutschmann, die ihr leichter fielen. Die der Hauptfigur Rike in "Reiterhof Wildenstein" etwa, die sie in den sechs Folgen der Miniserie spielte. Denn Deutschmann wuchs mit Hunden, Katzen und auch Pferden auf. "Mit etwa sechs Jahren habe ich angefangen zu voltigieren, dann hatte ich eine Reitbeteiligung und Unterricht bekommen", erklärte sie 2019 der teleschau. Da sie schon immer den Tieren so nah war, verurteilt sie einen schlechten Umgang mit ihnen umso mehr. "Alles, was mit Tierquälerei zu tun hat, finde ich ganz schrecklich und verurteile ich vollkommen. Da zieht sich mir der Magen zusammen", erklärte sie in der Zeitschrift "Prisma" anlässlich ihrer Serienrolle.
"Reiterhof Wildenstein" war die zweite Serienrolle für die 36-jährige gebürtige Hamburgerin, die ihr Schauspiel-Studium in Leipzig absolvierte. Zuvor hatte sie in 17 Folgen von "Hubert und Staller" mitgespielt. Neben Christian Tramitz (Hubert) und Helmfried von Lüttichau (Staller), der dann auch in "Reiterhof Wildenstein" als Dr. Georg Stadelmeier mitwirkte.
Auch Klara Deutschmanns Eltern sind Schauspieler
Das Schauspiel-Talent wurde Klara Deutschmann in die Wiege gelegt. Ihre Eltern Heike Falkenberg und Heikko Deutschmann sind ebenfalls Schauspieler:innen, auch ihre Schwester Marthe Lola ergriff diesen Beruf. Eine "Selbstverständlichkeit" war es im Falle von Klara nicht. Sie stand zwar schon mit 13 - gemeinsam mit ihrem Vater - im TV-Film "Sternzeichen" vor der Kamera. Auch in den Projekten "Inga Lindström: Zurück ins Morgen" und "Ein starkes Team: Abgestürzt" haben die beiden zusammen gearbeitet. "Wir haben ein Eltern-Kind-Verhältnis, diskutieren aber auf Augenhöhe", beschreibt Klara Deutschmann "Prisma" das Miteinander mit ihrem Schauspiel-Vater. "Bei uns gibt es sowohl bei der Arbeit als auch im Alltag eine ganz große Übereinkunft, die einfach da ist", sagt dieser.
Und sie sei auch "mit Gesprächen über Theater, Filme, Inhalte, Figuren und Menschen aufgewachsen", aber sie bewarb sich nach Abitur und einem "Work & Travel"-Jahr in Australien nicht nur an der Schauspielschule, sondern auch für ein Psychologie-Studium.
Am Ende wurde es dann doch der Beruf der Eltern: Von 2011 an war sie neben dem Schauspielstudium in ersten TV-Rollen zu sehen, spielte damals aber hauptsächlich Theater, unter anderem im Fest-Engagement in Düsseldorf. Dort wurde sie von Regisseur Sönke Wortmann live gesehen. Der war so beeindruckt, dass er sie 2017 für die erste Staffel seiner Serie "Charité" als Schwester Therese besetzte. Insgesamt wirkte Klara Deutschmann bislang in über 30 TV- und Kino-Produktionen mit. Ob "Einfach Elli" zu einer Dauerrolle werden kann, werden auch die Einschaltquoten mitentscheiden. Vorerst wurden zwei Folgen gedreht.
In diesen Filmen spielt Heikko Deutschmann mit
2022 kam eine neue Rolle dazu: Klara Deutschmann wurde Mutter
Privat ist über Klara Deutschmann bekannt, dass sie liiert ist und 2022 Mutter einer Tochter wurde. Deren Namen und den des Vaters, gab sie nicht bekannt - privat ist privat. Beim Spagat zwischen Mutter und Schauspielerin wird sie von ihrer Familie unterstützt. Sie genieße es, "dass ich mich über ein Umfeld freuen darf, das mir tatkräftig zur Seite steht, und mich mit viel Zuneigung und Verständnis für meinen sehr herausfordernden Alltag unterstützt", erzählte sie der teleschau.
In den sozialen Medien gibt sie nichts über ihr Privatleben preis, eine bewusste Entscheidung. Sie erklärt: "Soziale Medien gehören heutzutage einfach dazu. Ich verspüre jedoch weder das Bedürfnis, mich besonders in Szene zu setzen, noch mich komplett aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Wer zu meiner Familie gehört, ist ja bekannt. Aber Ich möchte die Privatsphäre meiner engsten Vertrauten und Liebsten schützen. Ob jemand etwas von sich preisgeben möchte, liegt bei ihm."
Bekannt ist lediglich, dass sie aktuell mit ihrer Familie in Berlin lebt. Dabei kann die Darstellerin allen Orten, in denen sie bisher lebte, etwas abgewinnen. "In München zum Beispiel ist es großartig, dass man die Berge vor der Tür hat und es im Winter richtig knackig kalt wird", sagte sie im Interview mit "Prisma". "In Hamburg wiederum regnet es einen Dauer-Niesel, der mir aber auch ans Herz gewachsen ist." Berlin hingegen sei ein schöner Ort, da dort "im Moment der Großteil meiner Familie und Freunde sind". Grundsätzlich fühlt sich Klara Deutschmann aber an keinen Ort gebunden. "Ich bin ganz froh darum, dass ich mich relativ schnell in einer neuen Umgebung zurechtfinden kann und es für mich nicht so schlimm ist, wenn es mich mal woanders hin verschlägt."
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