"Dafür gibt's Geld"
Kaya Yanar kritisiert TV-Branche: Attacke auf "Tatort" und "Traumschiff"
Aktualisiert:
von Julia W.Kaya Yanar ist mit der Budgetverteilung im deutschen TV nicht einverstanden.
Bild: Imago Images / BOBO
Kaya Yanar übt scharfe Kritik an der TV-Branche: Während für Formate wie "Tatort" und "Das Traumschiff" Geld da sei, werde Comedy kaputtgespart. Persönlich verabschiedet sich der 52-Jährige nun von der Bühne – doch ganz verschwinden will er nicht.
Seit mehr als zwei Jahrzehnte steht Kaya Yanar als Comedian im Rampenlicht und begeisterte mit Programmen wie seiner Erfolgsshow "Was guckst du?!" Millionen. Bevor der 52-Jährige seine Bühnenkarriere 2026 beendet, schlägt er noch einmal ernste Töne an.
In einem Interview rechnet er nun mit der deutschen Fernsehbranche ab – insbesondere mit den Bedingungen für Comedy-Produktionen.
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Seitenhieb gegen "Tatort" und "Traumschiff"
Im Gespräch auf dem YouTube-Kanal "Hey Aaron!!!" berichtet Yanar laut "Focus" von Plänen, seine frühere Sendung zurückzubringen. Das Projekt sei letztlich am Geld gescheitert. "Wir hatten damals ne Woche für 30 Minuten. Heute gibt es aber keine 30 Minuten Comedy-Slots mehr. Jeder Sender will ne Stunde haben, aber mit der Hälfte des Budgets, wenn du Glück hast."
Der 52-Jährige spart nicht mit Seitenhieben auf andere Formate. "Ich glaube, für‚ 'Tatort' und 'Rosamunde Pilcher' gibt es noch genug Kohle, und 'Traumschiff' und sowas – dafür gibt's Geld", sagt er.
Imageschaden für das Comedy-Genre
Für Yanar ist der Zusammenhang eindeutig: Sinkende Budgets gingen zulasten der Qualität. "Wenn du die Kohle nicht hast, kannst du nur das machen, was dir zur Verfügung steht", sagte Yanar. Das Ergebnis sei ein Imageschaden für das gesamte Genre.
Dann heißt es am Ende: Deutsche Comedy ist so schlecht.
Zuletzt sorgte Kaya Yanar mit einer persönlichen Entscheidung für Schlagzeilen: Nach 25 Jahren auf Tour will er sich 2026 von den Live-Bühnen in Deutschland zurückziehen. Die Belastung sei zu groß geworden, sagte er.
Ein endgültiger Rückzug aus der Öffentlichkeit sei das allerdings nicht. "Das ist kein Karriereende, zumindest meinerseits", betont er. 2026 stehen noch letzte Termine an, danach möchte er sich neuen Projekten widmen.
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