Neue Folgen des Freitagskrimis
"Jenseits der Spree"-Hauptkommissarin: Ist Schauspielerin Aybi Era spirituell?
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von teleschauSeit 2022 ein Team: Aybi Era (als Mavi Neumann) und Jürgen Vogel (als Robert Heffler) ermitteln in "Jenseits der Spree" in Berlin.
Bild: ZDF/Christiane Pausch
Aybi Era scheint eine besondere Verbindung zu Wasser zu haben. Für die Schauspielerin ist Wasser ein Ruhepol. Beruflich bescherte es ihr die größten Erfolge. Mit Rollen erst in "Notruf Hafenkante" und danach in "Jenseits der Spree". Doch die Schauspielerin hat noch eine andere Seite.
Der Berlin-Krimi "Jenseits der Spree" freitags um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn
"Hauptsache raus ins Grüne oder ans Wasser." Das sagt Aybi Era darüber, wo und wie sie am besten entspannen kann. Im Interview mit der "Berliner Zeitung" erklärte sie 2022: "Außerhalb meiner Wohnung zieht es mich ... in die Natur, das kann der Liepnitzsee sein oder der Grunewald, dann am Wannsee vorbei bis nach Potsdam. Mit dem Fahrrad zum Beispiel." Damals war sie gerade, nach Jahren in Hamburg, in ihre Geburtsstadt Berlin zurückgekehrt. Sie wuchs in Charlottenburg auf, jetzt wohnt sie in Weißensee.
Ab Freitag, 16. Oktober, ist die Schauspielerin wieder in ihrer Rolle als Kriminalhauptkommissarin Mavi Neumann zu sehen. Dann startet die sechste Staffel des ZDF-Freitagskrimis "Jenseits der Spree" mit der insgesamt 33. Serienepisode "Kontrollverlust". Darin untersucht Mavi mit Kriminalhauptkommissar Robert Heffler (Jürgen Vogel) und dem Team den Mord an einem Wachmann im Fußballstadion "Alte Försterei". Die fünf neuen Folgen laufen immer freitags um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn.
Staffelstart von "Jenseits der Spree": Am Freitag um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn

Kontrollverlust
Nach "Notruf Hafenkante" zog es sie zu neuen Ufern
Apropos: Auf Joyn gibt es auch die Folge "Heiraten für Fortgeschrittene" aus der Serie "Familie Dr. Kleist". Das war, abgesehen von Kleinstrollen in drei Kurzfilmen und in der ZDF-Produktion "Wach" (2018) von Regisseur und Ex-Echt-Sänger Kim Frank, erst die fünfte Rolle in der TV-Karriere von Aybi Era. Die sechste brachte ihr den Durchbruch.
Ab Juni 2018 gehörte Aybi Era als Pinar Aslan fest zum Ermittlerteam des fiktiven Polizeikommissariats 21 in "Notruf Hafenkante" und bildete dort mit Marc Barthel als Kristian "Kris" Freiberg das neue Ermittler-Duo. Ihren ersten Einsatz hatten sie zum Auftakt der 14. Staffel im September 2019 in der insgesamt 329. Episode der Serie mit dem passenden Namen "Erster Einsatz". Zwei Jahre später wurde bekannt, dass Era die Hamburger Polizei verlassen würde. Ihren Abschied nahm sie in der Folge "Letzte Warnung" im April 2022.
Danach zog es sie auf zu neuen Ufern, und zwar wörtlich. Noch 2022, am 14. Oktober, debütierte sie in der Folge "Zwischen den Welten" in "Jenseits der Spree". Die Serie spielt in Treptow-Köpenick und wird dort auch gedreht. Der Berliner Bezirk liegt am Zusammenfluss von Spree und Dahme und ist auch für den Müggelsee bekannt.
Als Scheidungskind kam sie mit 14 Jahren nach Hamburg
Nach ihrem Start bei "Jenseits der Spree" drehte die Schauspielerin den Kinofilm "Im toten Winkel", war in Episodenrollen in Serien wie "Morden im Norden" und "Tatort: Unter Feuer" zu sehen und drehte drei Fernsehfilme. Zuletzt stand sie für die Miniserie "Wake Up" vor der Kamera - wie bei "Jenseits der Spree" mit ihrer im Mai unerwartet verstorbenen Kollegin Luna Jordan.
Sieh die Near-Future-Dramaserie im ZDFneo-Livestream auf Joyn
Era wuchs in Charlottenburg und später Spandau auf. Nach der Scheidung der Eltern zog sie mit 14 Jahren zur Mutter nach Hamburg. Nach der Schule machte sie dort zunächst eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und arbeitete eine Zeitlang in dem Beruf. Dann aber schulte sie um: Von 2014 bis 2017 besuchte sie die Schule für Schauspiel Hamburg und hatte schon während der Ausbildung die ersten Theaterauftritte.
Aybi Era liebt Kampfsport und hinterfragt sich permanent neu
Era liebt Sport, vor allem Kampfsport, und hält sich mit Aikido und Jiu Jitsu fit, macht aber auch Pilates und Yoga. Sie sieht sich als "ziemlich spirituellen Menschen", sagte sie in einem Interview mit der Agentur teleschau. Deshalb könne sie "viel mit dem Spruch anfangen, dass sich erst, wenn eine Tür zugeht, eine andere öffnen kann." Das Credo machte sie sich auch bei ihrem Abschied von "Notruf Hafenkante" zu eigen: "Ich gehe mittlerweile immer nach meinen Bedürfnissen und Sehnsüchten und erlaube mir, total im Wandel sein zu dürfen. Wir Menschen sind ja Gewohnheitstiere." Während der Coronazeit habe sie sich "neu gefragt, worum es mir in der Branche eigentlich geht: Wohin will ich wachsen?"
Sie will nicht nur beruflich wachsen. "Ich lege Wert auf ständige Persönlichkeitsentwicklung", sagte sie im teleschau-Interview. "Bin ich festgefahren oder offen für Neues? Welche Schablonen kann ich ablegen, um meine Welt größer zu machen? Der berühmte 'Tellerrand' sind ja die eigenen Grenzen, die es einerseits zu beschützen und andererseits zu erweitern gilt. In der ständigen Veränderung weich bleiben und die Selbstachtung erhalten: schon wieder ganz schön spirituell, oder?"
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