Tränen, Zweifel, Reue

Schmerzhafte Beichte: Shirin spricht über letzte Chance mit ihrem Vater

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von Buzzwoo

Shirin David gewährt in ihrer Netflix-Doku intime Einblicke in ihre Vergangenheit und spricht offen über familiäre Wunden.

Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress


In ihrer Netflix-Dokumentation zeigt sich Shirin David von ihrer verletzlichsten Seite: Sie spricht über die schwierige Beziehung zu ihrem verstorbenen Vater und einen Moment, den sie bis heute bereut.


Rapperin Shirin David zeigt sich so verletzlich wie selten zuvor: In der Netflix-Dokumentation "Barbara - Becoming Shirin David" spricht die 30-Jährige offen über ihre Kindheit und die schwierige Beziehung zu ihrem verstorbenen Vater.

Besonders bewegend: Die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Barbara Shirin Davidavicius heißt, schildert, wie sehr sie dessen Abwesenheit geprägt hat. Vor der Kamera bricht sie in Tränen aus und gesteht, dass sie es nie geschafft habe, offene Fragen mit ihm zu klären.

Schon früher hatte sie ihre Enttäuschung verarbeitet, etwa 2019 in ihrem Song "Fliegst du mit", in dem sie singt: "Du bist der Grund für Mamas Schmerzen und die Trän'n meiner Schwester."

Der Moment, den sie nie vergessen wird

In der Doku erinnert sich Shirin an eine Nacht, die sie bis heute verfolgt: Kurz vor dem Tod ihres Vaters fuhr sie zu seinem Haus - fest entschlossen, endlich das Gespräch zu suchen. Doch dazu kam es nicht.

"Es war ein Uhr nachts und ich habe mich nicht getraut, zu klingeln", erzählt sie. Stattdessen drehte sie um. "Ein paar Monate später ist er gestorben. Ich habe es leider nicht geschafft, das zu klären", sagt sie und kämpft mit den Tränen.

Bis heute beschäftigt sie die Frage, ob ihr Vater ihr den Song über ihn übelgenommen hat. Eine Aussprache blieb ihr verwehrt - und genau das belastet sie noch immer.

Die starke Frau an ihrer Seite

Neben den schmerzhaften Erinnerungen zeigt die Dokumentation auch die prägende Rolle ihrer Mutter Erika. Sie ermöglichte Shirin und ihrer Schwester eine umfassende musikalische Ausbildung - von Geige über Oboe bis hin zu Saxofon und Ballett.

Auch wenn Erika mit Shirins Musikstil zunächst fremdelte und ihn für ihren "ästhetischen Verstand die reine Katastrophe" hielt, stand sie immer hinter ihrer Tochter. "Meine Mama hat mir nie Grenzen gesetzt hinsichtlich meiner Träume", sagt Shirin heute dankbar.

Shirin David im TV: Wo sieht man die 30-Jährige?

Ihre Popularität führte die Hamburgerin mehrmals ins Fernsehen: 2021 gehörte sie zum Panel in der zweiten Staffel von "Wer stiehlt mir die Show?". Dort behauptete sie sich gegen die starke Konkurrenz rund um Joko Winterscheidt und durfte sogar eine Folge selbst moderieren.

2023 übernahm die Rap-Künstlerin zudem erstmals eine der begehrten Rollen als Coach bei "The Voice of Germany". Dort zeigte sie nicht nur musikalisches Feingefühl, sondern auch großes Engagement für ihre Talente. Sowohl Staffel 13 als auch Staffel 15 mit Shirin David gibt es auf Joyn zu sehen.

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