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Newcomer Chris de Sarandy ist ready für die eigenen Hits

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Bild: Matteo Villacci


Der in Berlin lebende Brite Chris de Sarandy verbrachte seine Teenagerzeit in diversen Indiebands, landete Riesenhits mit Electro-Acts wie twocolors und Glockenbach und setzt nun vor allem auf eigene Songs, die seine warme, soulige Stimme zur Geltung bringen.

Es bleibt seltsam, über Newcomer zu schreiben, die Streaming-Hits im dreistelligen Millionenbereich haben. Das passiert immer wieder mal, wenn ein EDM-DJ oder Electro-Act früh ein Stimmtalent entdeckt und mit diesem einen Erfolg landet. Damit wären wir beim aktuellen Beispiel: Chris de Sarandy, den viele entweder vom twocolors-Hit "Cynical" (bei dem auch Safri Duo mitmischen) oder vom Glockenbach-Track "Magic Moment" kennen. Beide Lieder bringen es allein bei Spotify fast auf 300 Millionen Plays.

Dem Blog Bartek Music erklärte der in Berlin lebende Brite im vergangenen Herbst dazu: "Ich bin sehr dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, mit solchen Talenten zusammenzuarbeiten, die zu guten Freunden geworden sind!" Beide Kooperationen hätten sein Selbstvertrauen gestärkt, "sowohl beim Songwriting als auch beim Auftreten. Ich hatte das Vergnügen, twocolors auf der Bühne vor ihrem fantastischen Publikum zu unterstützen. Ein Highlight war der Auftritt in der Wulheide in Berlin vor ausverkauftem Haus mit 9.000 Zuschauern – das war unglaublich. Es wäre ein Traum, dort noch einmal aufzutreten!"

Seine aktuelle Single "Good Old Days" ist ein beschwingter Spagat zwischen souligem Pop und Indie-Sounds. Letztere kommen dabei nicht von ungefähr: In seiner Heimat spielte Chris schon mit 14 in der ersten Indie-Band. Die Message von "Good Old Days" ist dabei allerdings nicht so nostalgisch, wie man anfangs vermutet: Chris kommt im Song zu der Erkenntnis, dass die Zukunft manchmal umso heller strahlt, wenn man aufhört, nur der Vergangenheit nachzutrauern. So textet er: "What if these are the days, yeah, the good old days / Everybody's gonna be talking about (come out) / And now the future's looking awfully bright." Diesen Optimismus kann man gerade doch ganz gut gebrauchen.

Aber auch seine letzte EP "Trading Stories", die im Herbst rauskam, zeigt, dass Chris de Sarandy längst ready ist für die Solokarriere. Allen voran "Body & Soul", das von seinem gesunden Groove und von Chris‘ Stimme getragen wird, oder die Ballade "New Religion", bei der Chris zu Beginn erstaunlich tief singt. De Sarandys nennt sich selbst gerne einen "small town boy with a big man’s voice" und das trifft die Sache schon ganz gut.

Viele seiner Fans fand Chris aber auch im Internet: Mit viel Leidenschaft und einer gesunden Portion Selbstironie filmt er sich auf TikTok immer wieder bei spontanen Gesangseinlagen in der Öffentlichkeit – zum Beispiel in der Berlin U-Bahn. Mal singt dann ein Betrunkener mit, mal gibt es Beifall, mal blafft einer, er solle bitte die Schnauze halten. Egal, wie es ausgeht, das Netz liebt es.

Man darf also gespannt sein, was Chris in naher Zukunft noch an Songs auf Tasche hat. Live ist er erstmal den Sommer über auf diversen Festivals und als Support-Act unterwegs. Vielleicht ist in diesem Jahr also noch nicht die eigene Show in der Wuhlheide drin, aber seine Karriere ist ja noch jung.

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