Botox bis "Brazilian But Lift"

"Bin enttäuscht von mir": Melody Haase spricht in ZDF-Doku offen über Schönheits-OPs

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von Julia W.

In einer ZDF-Doku spricht Melody Haase offen über ihre Beauty-Eingriffe.

Bild: Imago Images / BOBO


Reality-Star Melody Haase spricht in der ZDF-Doku "Make me beautiful" offen über Botox, Schönheits-OPs und ihre Angst vor dem Älterwerden. Doch eine Szene vor dem Spiegel zeigt: Trotz aller Eingriffe ist die Unsicherheit nicht verschwunden.

Melody Haase ist seit Jahren ein bekanntes Gesicht im deutschen Reality-TV: Von DSDS über "Forsthaus Rampensau Germany" bis "Promis unter Palmen" - sie war in zahlreichen Formaten präsent. In der neuen ZDF-Doku "Make me beautiful" spricht die 32-Jährige nun offen über Schönheitsoperationen - und den ständigen Wunsch, dem eigenen Idealbild näherzukommen.


Melody Haase und die Angst vor dem Altern

Gleich zu Beginn der Reportage gibt sie zu: "Ehrlich gesagt, habe ich ein bisschen Angst vor dem Altern." Um möglichst lange jung und makellos auszusehen, orientiert sie sich dabei ausgerechnet an einem der größten Stars der internationalen Beauty-Industrie: Kim Kardashian.

"Wenn Kim Kardashian etwas macht, was mir interessant vorkommt, recherchiere ich das dann auch", sagt Haase. Kardashian habe öffentlich davon berichtet, sich Fisch-Ejakulat ins Gesicht injiziert zu haben, um die Haut zu verjüngen. "Und das habe ich dann auch gemacht", erklärt Haase.


Von Botox bis "Brazilian Butt Lift"

Neben minimalinvasiven Eingriffen wie Botox habe sie sich darüberhinaus größeren OPs unterzogen. Dazu zählen eine Nasenkorrektur in ihren frühen Zwanzigern sowie ein sogenannter "Brazilian Butt Lift" – eine Operation, bei der Fett in den Po injiziert wird, um ihn zu vergrößern.

Haase betont: "Damals war der Brazilian Butt-Lift noch gar nicht bekannt, in Deutschland war ich eine der Ersten." Zufrieden sei sie danach jedoch nicht gewesen: "Dann wollte ich noch einen größeren Hintern und habe das noch einmal machen lassen."

Der Eingriff gilt als äußerst riskant - was sich zuletzt auch bei Gina-Lisa Lohfink bestätigte: Sie musste sich nach einem solchen Eingriff einer Not-OP unterziehen. Doch die Risiken hielten Haase offenbar nicht davon ab, sich der OP erneut zu unterziehen.

Auch im Intimbereich habe Haase eine Korrekturen durchführen lassen, verriet sie auch. Der Vergleich mit Erotikfilmen habe ihr Gefühl verstärkt, nicht zu genügen. "Dann habe ich mich immer gefühlt, als würde etwas nicht mit mir stimmen", sagt sie.

Fast 30 Kilo abgenommen

Neben Beauty-Behandlungen spielt auch Ernährung eine zentrale Rolle in Haases Alltag. Besonders in ihrer Jugend habe sie ein "problematisches Verhältnis" zum Essen gehabt. Heute beteuert sie zwar, jede Kurve an sich zu "lieben und zelebrieren" – gleichzeitig zeigt die Reportage jedoch, wie fragil dieses Selbstbild geblieben ist.

Obwohl sie eigenen Aussagen zufolge vor der Abnahme zufrieden mit ihrem Körper war, habe sie zuletzt fast 30 Kilogramm abgenommen. Besonders belastet sie, wie sehr sich ihre Wahrnehmung verändert hat. "Ich bin enttäuscht von mir, dass ich plötzlich anders auf Gewichtszunahmen reagiere. Ich fand mich vor dem Abnehmen wirklich zu 100 Prozent geil", betont sie. Ihr Selbstbewusstsein sei nach der Gewichtsabnahme geringer geworden.


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Der kritische Blick in den Spiegel

Wie sehr Melody Haase mit ihrem Äußeren ringt, zeigt eine Szene der Reportage: Beim Styling für ein Event betrachtet sie sich kritisch im Spiegel. "Wenn eine andere Frau hier so stehen würde, würde ich ihr sagen, dass sie wunderschön aussieht. Deswegen will ich mir das gerade auch sagen", sagt sie.

Sie entscheidet sich für ein Kleid, mit dem sie später auf dem Roten Teppich posiert - doch das Gefühl begleitet sie. Nach dem Event sagt sie, sie habe sich bereits wieder "zu faltig" gefühlt.

Die zweiteilige Reportage "Make me beautiful" ist in der ZDF-Mediathek verfügbar und wird am Freitag, 27. Februar, um 20.15 Uhr bei ZDFinfo ausgestrahlt - und parallel dazu im Livestream auf Joyn.


"Make me beautiful" am 27. Februar um 20:15 Uhr auf ZDFinfo


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