Die "Sisters in Crime" spüren der Faszination für True Crime nach
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Bild: C.P.C. GmbH
Das True-Crime-Genre steht nicht nur bei Netflix & Co. hoch im Kurs: Auch zahlreiche Podcasts zeigen, dass sich die Menschen gerne gruseln – vor allem, wenn es um reale Verbrechen geht. Die "Sisters in Crime"-Hosts, TV-Moderatorinnen und True-Crime-Fans Karolin Kandler und Jule Gölsdorf spüren nun in einer spannenden Live-Show dieser Faszination nach.
Das "Genre" True Crime, wenn man es denn so nennen will, ist zweifelsohne eine Erfolgsstory. Gute wie schlechte True-Crime-Podcasts gingen in den letzten Jahren zuhauf an den Start, versammelten tausende Hörer:innen und veranstalteten Touren oder gar Live-Auftritte in Arenen, in denen sonst zum Beispiel Billie Eilish oder Dua Lipa auf der Bühne stehen. Auch im TV und im Streaming erfreut sich True Crime größter Beliebtheit: Netflix haut im Wochentakt bisweilen reißerische Dokus über reale Mordfälle und Serienkiller raus, die dann in lebhaften Internetforen oder auf Social-Media auf neue Erkenntnisse abgeklopft werden. Und dann gibt es natürlich noch die legendäre ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst", die seit 1967 reale Verbrechen in die Wohnzimmer bringt.
True Crime ist bei all dem Erfolg manchmal ein zweischneidiges Schwert: Einige Formate und Filme interessieren sich viel zu sehr für die Täter:innen und nehmen dabei wenig Rücksicht auf die Verbliebenen der Opfer. Andere arbeiten journalistisch zumindest fragwürdig. Aber die Faszination für True Crime beunruhigt auch die Fans manchmal. Man fragt sich ja zweifelsohne schon mal, warum man denn auf dem Weg zur Arbeit hören möchte, wie ein Serienmörder in den USA seine Opfer zerstückelt, oder warum man bei einem Podcast über einen Vergewaltiger einschlafen will …
Einer der interessantesten Podcasts des Genres ist dabei "Sisters in Crime", bei dem die beiden ":newstime"-Nachrichten-Moderatorinnen, Journalistinnen und Podcasterinnen Karolin Kandler und Jule Gölsdorf ausschließlich über "Frauen, die töten" berichten. Gleiches gilt für ihre gerade gestartete TV-Sendung "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime". Kabel Eins zeigt die neue True-Crime-Reihe seit Freitag, dem 13. Februar, immer freitags um 20:15 Uhr. Auch hier analysieren die beiden spannende Fälle, "sezieren" die Psyche der Täterinnen, sprechen mit Beteiligten und Expert:innen und untersuchen die spezifischen Aspekte weiblicher Kriminalität.
In einem Interview zum Sendungsstart erklärte Göldsdorf: "Wir interessieren uns vor allem für die Hintergründe: Was treibt diese Frauen zum Äußersten? Welche Rolle spielen Beziehungen, Abhängigkeiten, Traumata oder Isolation? Frauen wollen durch ihre Taten die eigene Lebenssituation aufwerten, indem sie sich eines Mannes entledigen, um häuslicher Gewalt zu entgehen, aber auch um sich zu bereichern." Dabei fiele ihnen immer wieder auf: "Nur 10 bis 15 Prozent der Morde werden von Frauen begangen. Und das sind aber trotzdem in absoluten Zahlen noch wahnsinnig viele. Und wir glauben, dass man da schon doch draufschauen sollte."
Im Mai spüren die beiden "Sisters in Crime" dieser Faszination nun in einem außergewöhnlichen Live-Programm nach. Am 5. Mai in Köln im Wohnzimmer der Stadthalle und am 7. Mai in München in der Fat Cat Blackbox werden sie einen echten Kriminalfall vorstellen, dabei aber auch den "großen Fragen" nachgehen, wie sie in einer Pressemitteilung ankündigen. Und die wären natürlich: Was interessiert uns an Mord und Totschlag? Warum sind gerade Frauen so fasziniert von brutalen Verbrechen oder verlieben sich sogar in Serienkiller? Wieso werden scheinbar harmlose Zeitgenossen zu Tätern? Und was steckt hinter den menschlichen Abgründen?
Außerdem versprechen sie eine Bühnen-Programm, das über eine reine Podcast-Aufzeichnung hinausgeht: Es wird extra für die Tour produzierte Filme geben sowie Interviews mit dem Rechtsmediziner Thomas Kamphausen und dem Psychologen Christian Lüdke oder Interviews mit Beteiligten des Falls.
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